Hola,
es ist mal wieder an der Zeit euch zu berichten, was so im schönen Ecuador passiert. Anfang November gab es hier eine Woche Schulferien, in denen auch das Kulturzentrum geschlossen hatte. Also sind alle Freiwilligen hier aus Playas erst nach Shagal und dann nach Cuenca gefahren.
Shagal ist ein sehr kleiner Ort am Fuß der Anden, umgeben von Kakao- und Bananenplantagen, und insgesamt unglaublich grün. Zusammen mit den Freiwilligen aus dem dortigen Projekt sind wir zu ganz in der Nähe gelegenen heißen Quellen gelaufen, die noch sehr ursprünglich im Wald neben einem kalten Fluss liegen.

So sah es auf dem Weg aus
Abends haben wir dann noch im Gemeinschaftshaus des Dorfes Musik gemacht.
Doch schon früh am nächsten Morgen ging es weiter nach Cuenca. Die Busfahrt von Naranjal (der nächstgrößeren Stadt) nach Cuenca war extrem schön. Man kann drei Stunden lang aus Fenster gucken und sich nicht sattsehen. Wie man langsam vom grünen Shagal die Anden hinaufklettert, bis man schließlich auf die ersten Hochebenen gelangt, wo es dann neue Landschaften zu bestaunen gibt.
Hier ein paar Eindrücke aus dem Busfenster 😀
Auch Cuenca selbst ist eine sehr schöne Stadt mit vielen kolonialen Bauten. Anlässlich der Ferien gab es während unseres Aufenthaltes auch Straßenumzüge und Konzerte, unter anderem mit traditioneller Musik und Tanz.

Wieder zurück in Playas ging auch direkt wieder der Alltag los. Außerdem haben wir ein „Bingo Musical“ vorbereitet, um ein wenig Geld für neue Instrumente und Zubehör einzutreiben. Es gab also sechs Bingo-Spiele und dazwischen jeweils Musikbeiträge. Es wurde also fleißig geprobt, Bingokarten verkauft, Technik und Essen organisiert usw.
Das ganze Event hat sehr viel Spaß gemacht und einen noch einmal mit viel mehr Menschen in Verbindung gebracht. Das Programm war wieder bunt gemischt und war dann zusammen mit sechs Bingo-Spielen auch extrem lang, so dass wir gegen Ende dazu übergehen mussten, während die Nummern angesagt wurden, im Hintergrund zu musizieren. Nach knapp fünf Stunden (14:00-21:00) waren dann alle müde aber zufrieden und es war natürlich noch genug Zeit für jede Menge Erinnerungsfotos.
Die letzte Woche habe ich mit einem ordentlichen Infekt im Bett verbracht, bin jetzt aber wieder fit und es geht ja auch direkt weiter; Weihnachten steht vor der Tür (auch wenn man das bei 30 Grad gerne mal vergisst). Es müssen ecuadorianische Weihnachtslieder gelernt und arrangiert werden. Und auch in den Familien bereitet man sich natürlich auf Weihnachten vor.
Liebe Grüße, euer Felix
